Kirche Maria-Magdalena

Griesheim, Thüringen

Die Dorfkirche Maria Magdalena wurde erstmals 1119 urkundlich erwähnt und ist eine der schönsten und ältesten Kirchen Thüringens.

Adeventskonzert 2019

Lasst uns froh und munter sein…
Unter diesem Motto hatte der Griesheimer Projektchor am 05. Dezember 2019 zum adventlichen Beisammensein in die Kirche Maria Magdalena zu Griesheim eingeladen.

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Die Dorfkirche Maria Magdalena in Griesheim

wurde erstmals 1119 urkundlich erwähnt. Seit 1133 sind Herren von Griesheim genannt, die auch Stifter der Kirche waren. Sie waren unabhängige Lehnsherren der Grafen von Schwarzburg und erbauten auf dem Kirchberg einst die Burg. Die Kirche Maria Magdalena ist eine der schönsten und ältesten Kirchen Thüringens.

Seine heutige Gestalt erhielt das Gotteshaus nach einigen Um- und Ausbauten im 17. Jahrhundert. Die ursprünglich turmlose romanische Kirche mit Torbogenfeldern wurde zu einer Chorturmkirche umgewandelt. 1673 fand eine umfangreiche Sanierung statt und im 18. Jahrhundert wurde der Chorraum verändert.

Die Portaltympana weisen auf eine Verwandtschaft zum Kloster Paulinzella hin. Chor und Schiff bilden einen einheitlichen Baukörper. Im Inneren verbindet ein Triumphbogen Schiff und Chor. Ein weiterer gedrückter Bogen ist im Chor zu sehen. An der Nordseite des Polygons ist eine Sakramentennische erhalten.

Im 17. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff barock überformt. Ein barocker Altar zeigt eine Kreuzigungsgruppe mit Jesus, Maria und Johannes aus dem 15. Jahrhundert. Die Kanzel ruht auf einer Moser-Figur mit zehn Geboten aus dem Jahr 1625; zwei Emporen und eine Brettertonne stammen aus dem Jahr 1673. Im Nordosten der Kirche wurden Grabsteine aus dem 18. Jh. aufgestellt. Sehenswert ist außerdem die altgermanische Fruchtbarkeitsgöttin oben an der Südwestecke des Giebels.

Die Kirche in Griesheim liegt direkt am Pilgerweg „Auf den Spuren starker Frauen“, der eine Teilstrecke der europäischen Jakobswege ist. Der ausgeschilderte Pilgerweg führt auf den Spuren der Heiligen Elisabeth - Heiligen Walburga - Heiligen Paulina von Erfurt zur Klosterruine Paulinzella an einzigartigen Besonderheiten Thüringens vorbei. Einer der wunderbaren Gebetsorte auf diesem Weg ist die Kirche in Griesheim, die der Heiligen Maria Magdalena geweiht ist.

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort Griesheim im Jahr 1095, als der Mainzer Erzbischof Ruthard eine bereits einige Jahre zurückliegende Schenkung des Grafen Berno an das Stift Ettersburg bestätigte. Zu den geschenkten Gütern gehörte auch der Besitz in Griesheim. Der Name des Ortes ist von der Besiedelung auf sandigem Boden abgeleitet worden. 

Die Herren von Griesheim waren vom 12. Jhd an Lehensmänner und Vasallen der Grafen von Schwarzburg und erbauten auf dem Kirchberg einen befestigten Rittersitz. An diese Stelle trat unter Christian August von Lindenfels um ca. 1735 das Schloss Griesheim, welches im barocken Stil erbaut wurde. Das große Rittergut war in einen Oberen und Unteren Hof geteilt. Es wurde später von verschiedenen adligen Pächtern bewirtschaftet. 1751 ging es an den herzoglich-württembergischen Kammerherrn Carl Joseph von Hoheneck. 1834 übernahm die Fürstliche Kammer Rudolstadt die Güter und verpachtete sie. 1856 erfolgte die Separation in Griesheim, damit wurde die Fronarbeit abgeschafft. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gut Staatsdomäne des neuen Landes Thüringen. Der Innenminister von Thüringen ordnete im Frühjahr 1948 den Abriss des Schlosses an, der nach Rettung von einigem wertvollem Inventar auch erfolgte.

Heute ist Griesheim immer noch ein landwirtschaftlich geprägter Ort. Viele Einwohner pendeln zur Arbeit in die größeren Orte der Umgebung, nach Ilmenau, Arnstadt oder Erfurt.

Bekannt wurde Griesheim vor allem durch Friedrich Fröbel, der hier 1816 seine erste allgemeine deutsche Erziehungsanstalt gründete. Diese Einrichtung begann mit fünf Zöglingen aus dem Fröbel’schen Familienkreis .

Griesheim liegt am Ilmtal-Radweg, welcher der beliebteste Radweg in Thüringen ist. Inmitten malerischer Landschaften reihen sich entlang des Weges Burgen, Schlösser und UNESCO-Welterbe-Stätten aneinander.

Zu Fuß lassen sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten auch auf dem Pilgerweg „Auf den Spuren starker Frauen“ erkunden, der nicht nur eine Teilstrecke der europäischen Jakobswege ist, sondern auch ein Teil der Lutherwege in Thüringen. Der 2008 eröffnete rund 50 km lange, ausgeschilderte Pilgerweg führt auf den Spuren der Heiligen Elisabeth - Heiligen Walburga - Heiligen Paulina von Erfurt zur Klosterruine Paulinzella an einzigartigen Besonderheiten Thüringens vorbei. Einer der wunderbaren Gebetsorte auf diesem Weg ist die Kirche in Griesheim, die der Heiligen Maria Magdalena geweiht ist.  

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Interessengemeinschaft Kirche Maria Magdalena Griesheim

Am 29.06.2017 hat sich mit der Interessengemeinschaft Kirche Maria Magdalena ein Bündnis von Bürgerinnen und Bürgern gebildet, das sich für den Erhalt der Kirche und um ihre historische, kulturelle und touristische Erschließung auf regionaler und auch überregionaler Ebene einsetzt. Uns Mitgliedern der IG ist es wichtig, die Kirche als einen attraktiven Ort in das Gemeindeleben einzubinden und als lohnenswertes Ziel für Pilger und Geschichtsinteressierte bekannt zu machen. Unsere Kirche befindet sich auf dem Pilgerweg  „Auf den Spuren starker Frauen”, der auch ein Teil der Lutherwege in Thüringen ist. Interessierte Reisende können jederzeit gern unsere Kirche besichtigen. Drei Mitglieder der IG stehen fast jederzeit für Führungen in der Kirche zur Verfügung. Der Besuch kann anschließend durch einen Pilgerstempel bestätigt werden.

Als IG haben wir bereits diverse Veranstaltungen in der Kirche durchgeführt, haben mit Arbeitseinsätzen rund um und in der Kirche für Ordnung und Sauberkeit gesorgt und auch  kleinere Reparaturen selber erledigt.

In diesem Jahr steht nun der 900. Geburtstag unserer ehrwürdigen Kirche an. Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass, die Kirche einmal mehr in den Mittelpunkt des Gemeindelebens zu rücken und die Vorbereitungen für die Feier am 18.05.2019 laufen bereits auf Hochtouren.

Um alle Vorhaben umsetzen und durchführen zu können, ist es wichtig, den baulichen Zustand der Kirche zu erhalten oder wieder herzustellen.

Griesheim ist Sitz des Kirchgemeindeverbandes, zu dem noch 16 weitere Ortschaften und 15 weitere Kirchen gehören. Geführt wird der gesamte Kirchgemeindeverband von den beiden Pfarrern Thomas Walther und Conrad Neubert. Unsere wichtigste Aufgabe neben der Organisation der 900-Jahr-Feier ist es, die Kirchgemeindeverwaltung bei den dringend notwendigen Sanierungen zu unterstützen. Im ersten Schritt muss unbedingt das Kirchendach saniert werden, weil es seit mehreren Jahren an einigen Stellen hinein regnet und sich bereits massive Schäden an tragenden Dachbalken und natürlich auch sichtbare Schäden im Innenraum der Kirche gebildet haben. Wir als IG versuchen, über Spenden den notwendigen Eigenanteil der Kirchgemeinde an der anstehenden Dachsanierung abzusichern.

Alle unsere Maßnahmen, Veranstaltungen oder Kleinprojekte finden in enger Zusammenarbeit mit den örtlich ansässigen Betrieben, Handwerksfirmen, Gewerbetreibenden, Selbstständigen, dem Ortsteilrat und den Vereinen statt.

Derzeit gehören der IG 19 Mitglieder an. Wir können jede Hilfe bei der Umsetzung der anstehenden Maßnahmen sehr gut gebrauchen. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn wir noch weitere fleißige Hände und kreative Köpfe für unsere Sache gewinnen könnten.

Sollten Sie weitere Informationen benötigen, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir stehen jederzeit sehr gern zur Verfügung.

900 Jahre Kirche Griesheim – Das Fest

Am 18.05.2019 begingen wir bei strahlendem Sonnenschein den 900. Jahrestag der Ersterwähnung unserer Kirche Maria Magdalena. Um 14.00 Uhr ging es los mit einem Festgottesdienst, zu dem einige Gäste eingeladen waren. Zu den bekanntesten zählten unsere Landrätin Frau Enders, unser Bürgermeister Herr Petermann sowie Herr Ackermann von der Agrargesellschaft mbH Griesheim.

Wir hatten auch drei ehemalige Pfarrer unserer Gemeinde eingeladen. Herr Beyer und Herr Weiland konnten leider nicht kommen, dafür konnten Herr Albricht und seine Frau einen Besuch einrichten. Durch den Gottesdienst führten Pfarrer Neubert und Frau Löchner. Auch einige Reden wurden gehalten. Geschenke und Spenden wurden überreicht. Aber die Krönung des Gottesdienstes war der Projektchor der Frauen der Interessengemeinschaft und der Nachbardörfer, der mit seinen Liedern die Besucher begeisterte.

Nach dem Festgottesdienst wurden alle Besucher auf der Festwiese mit Kaffee, Kuchen und Blasmusik erwartet. Natürlich gab es auch Leckeres vom Grill und diverse Getränke. Ab 18.00 Uhr sorgte DJ Matthias bis spät abends für super Stimmung.

Es war ein rundum gelungenes Fest, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wir danken von Herzen allen Helfern und Sponsoren:

der Stadtverwaltung und dem Bauhof Stadtilm, der Agrargesellschaft Griesheim mbH, dem Fußballverein Griesheim, dem Blumenhaus Schnur, Herrn Oliver Trebes, den Freiwilligen Feuerwehren Stadtilm, Griesheim und Singen, der Kirmesgesellschaft Griesheim, den Betreuerinnen beim Kinderbasteln, den Backfrauen, den Bowle-Mixern, der Fam. Maik Fischer, den Anwohnern der Festwiese, der Fam. Metzger, der Töpferei Müller, dem Team des Gasthauses Queen Viktoria, dem Gregoriusverein Stadtilm und allen freiwilligen Helfern.

Außerdem danken wir allen, die für unser Kirchendach gespendet haben. Das Dach wollen wir in diesem Jahr noch sanieren.

Bauarbeiten an der Kirche

In der Woche nach Pfingsten wurden von der Firma Team Alpin aus Dresden die Sturmschäden am Turm beseitigt. Nach mehreren schweren Stürmen Anfang März hatten sich an einigen Stellen am Turm die Schindeln gelöst und Regen und Schnee sind in das Innere des Turms gelangt. Die Fachmänner haben sich bei dieser Gelegenheit gleich noch die Bekronung des Turmes angesehen. Dabei haben sie festgestellt, dass einige Teile davon nicht mehr sicher miteinander verbunden waren. Es wurde entschieden, die Bekronung jetzt abzubauen und neu aufarbeiten zu lassen. Es wird also noch ein kleine Weile dauern, bis der Turm wieder mit der Bekronung komplettiert wird.

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